Eine kurze Mikroentspannung zum Anhören
Mein Sohn Theo möchte mit einem Mitschüler eine Sportstunde zum Thema Koordination anleiten. Zum Cool-down haben die beiden eine Idee: Meditation. Und jetzt fragt er mich, wie man das macht.
Ich spreche ihm spontan (und unbearbeitet) eine kurze Entspannung ein. Die Aufnahme dauert 2:44 Minuten. Hier kannst du selbst mitmachen und hören, wie das mit Stimme und Pausen klingt.
Die Anleitung ist für einen Cool-down im Liegen gedacht. Such dir dafür einen Platz, an dem du es dir bequem machen und für diese kurze Zeit deine Aufmerksamkeit nach innen richten kannst.
Ich beginne mit etwas, das gerade wahrnehmbar ist: Wo berührt dein Körper den Boden? Wo spürst du Kleidung auf der Haut oder die Temperatur im Raum? Von dort geht die Aufmerksamkeit zum Atem, dann zum Sehen und Hören. Am Ende führe ich sie wieder nach außen und lade zum Räkeln und Strecken ein.
Ich muss dabei gar nicht wissen, wie sich dein Körper gerade anfühlt. Eine Frage wie „Wo gibst du dein Gewicht an den Boden ab?“ lässt dir Raum, selbst nachzuspüren. Dieses Anknüpfen an die Erfahrung des Gegenübers nennen wir im NLP Pacing.
Wenn du die Aufnahme ein zweites Mal hörst, achte einmal auf die Pausen. Während ich schweige, hast du Zeit, deine Aufmerksamkeit zu dem zu bringen, was ich gerade angesprochen habe. Das Zeitlassen gehört zur Anleitung.
Auch im Meeting kannst du aufgreifen, was gerade passiert. Zum Beispiel, wenn ein Gespräch immer schneller wird:
„Wir haben jetzt ziemlich viele Argumente hin und her geschoben. Ich würde gern einen Moment langsamer werden. Was ist dir an der Sache gerade besonders wichtig?“
Mit dem ersten Satz benenne ich etwas aus der gemeinsamen Situation. Danach biete ich einen anderen Fokus an. Ob mein Gegenüber darauf eingeht, kann ich beobachten und in meiner nächsten Antwort berücksichtigen.
Beim nächsten passenden Gespräch kannst du genau diesen kleinen Teil ausprobieren: eine Frage stellen und die Pause danach tatsächlich stehen lassen.